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Heinrich von Kleist am Kleinen Wannsee

Heinrich von Kleist war im literarischen Leben seiner Zeit ein Außenseiter. Weder der Weimarer Klassik noch der Romantik ließ er sich eindeutig zuordnen. Im Fokus all seiner Werke steht der Konflikt zwischen dem Individuum und dessen Pflicht, sich in die Allgemeinheit einzuordnen. Daran ist Kleist letztendlich selbst zerbrochen. Vereinsamt, ohne Hoffnung und Perspektive („nicht ein einziger Lichtpunkt in der Zukunft“) fand Heinrich von Kleist in der unheilbar krebskranken Henriette Vogel (1777 – 1811) eine Freundin, die bereit war, mit ihm zu sterben. Am 21. November 1811 erschoss er sie und sich am Ufer des Kleinen Wannsees.
Diese literarische Spurensuche führt an den Ort, an dem Kleist seinem Leben ein Ende setzte. Es werden Auszüge aus seinen bedeutendsten Werken gelesen: „Das Käthchen von Heilbronn“, „Der zerbrochne Krug“, „Amphitryon“, „Penthesilea“ und „Die Marquise von O.“ und so wird Kleist wieder lebendig.